Die Auswirkungen des COVID-19-Ausbruchs auf den Federmehlmarkt

Die neueste Studie von Transparency Market Research zum Markt für Federmehl umfasst eine globale Branchenanalyse und eine Chancenbewertung für den Zeitraum 2020–2030. Im Jahr 2020 wird der globale Markt für Federmehl einen Umsatz von 359,5 Millionen US-Dollar generieren, mit einer geschätzten durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 8,6 %. Bis 2030 wird er voraussichtlich 820 Millionen US-Dollar erreichen.
Tierisches Nebenproduktmehl wird verwendet, um den Einfluss von Rohstoffen und Verarbeitungsbedingungen auf Proteinverluste, Proteinverdaulichkeit und andere Kennzahlen der Futterwertbestimmung zu ermitteln. Federmehl aus Raffinerien ist ein wichtiges Nebenprodukt der Geflügelverarbeitung. Federabfälle aus der Geflügelverarbeitung können letztendlich als Proteinquelle in der Tierfütterung eingesetzt werden. Federn sind reich an Keratin, einem Protein, das 7 % des Gewichts lebender Vögel ausmacht. Sie liefern somit eine große Menge an Material, das zu wertvollem Futtermehl verarbeitet werden kann. Darüber hinaus wird die Verwendung von Federmehl als hervorragende Quelle für Proteinverluste im Vergleich zu Ölmehl die Nachfrage auf dem Federmehlmarkt steigern.
In den letzten Jahren ist das Interesse von Herstellern von Aquakulturfuttermitteln an Federmehl gestiegen. Als Proteinquelle bietet es als Ersatz für Fischmehl in Aquakulturfutter unbestreitbare Vorteile: Es ist nicht nur hinsichtlich Proteingehalt und Verdaulichkeit ernährungsphysiologisch wertvoll, sondern auch wirtschaftlich. Federmehl ist eine sehr wertvolle Proteinquelle in Aquakulturfutter und hat in akademischen und kommerziellen Versuchen bei hohen Anteilen hervorragende Ergebnisse gezeigt. Die Ergebnisse belegen, dass Federmehl einen guten Nährwert für Forellen besitzt und Fischmehl ohne Einbußen bei Wachstum, Futteraufnahme oder Futterverwertung zusammen mit Geflügelnebenprodukten eingesetzt werden kann. Die Frage, ob Federmehl auch in Karpfenfutter Fischmehlprotein ersetzen kann, wird die Nachfrage nach Federfutter weiter steigern.
Als wichtiger Vorteil erweist sich die ökologische Landwirtschaft mit organischen Düngemitteln weiterhin als rentable Investition für die wachsende Agrarindustrie. Da Bio-Lebensmittel immer beliebter werden, stellen sie eine sichere und ethische Alternative für Verbraucher dar. Neben ethischen Aspekten haben organische Düngemittel auch aufgrund der verbesserten Bodenstruktur, der Wasserspeicherung und vieler weiterer ökologischer Vorteile erheblich an Bedeutung gewonnen. Das Bewusstsein der Landwirte für die ernährungsphysiologischen Vorteile pflanzlicher und tierischer Düngemittel sowie deren Rolle bei der Förderung des Bodenwachstums und anderer pflanzenbasierter mikrobieller Aktivitäten hat stetig zugenommen, was die Verwendung organischer Düngemittel begünstigt hat. Da organische Düngemittel aus tierischen Nebenprodukten über gute Adsorptions- und Wasserspeicherkapazitäten verfügen und somit die Bodenfruchtbarkeit verbessern können, sind sie attraktiver als pflanzliche Varianten.
Für den Anbau von zertifizierten Bio-Produkten können verschiedene Arten von organischen Handelsdüngern verwendet werden. Dazu gehören flüssiges Garnelenmehl, pelletierter Geflügeldünger, Guanopellets von Seevögeln, chilenisches Nitrat, Federn und Blutmehl. Die Federn werden gesammelt, hohen Temperaturen und hohem Druck ausgesetzt und anschließend zu feinem Pulver verarbeitet. Nach dem Trocknen werden sie verpackt und in Düngemittelmischungen, Tierfutter und anderen Futtermitteln verwendet. Federmehl enthält stickstoffreiche organische Düngemittel, die viele synthetische Flüssigdünger in der Landwirtschaft ersetzen können.

Obwohl die Nachfrage nach Tierfutter relativ stabil war, hat die Coronavirus-Krise das Angebot stark beeinträchtigt. Angesichts der strengen Maßnahmen Chinas zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie hat das Land als wichtiger Lieferant von Bio-Sojabohnen Probleme für globale Bio-Futtermittelhersteller verursacht. Hinzu kommen logistische Schwierigkeiten in China und der Transport anderer Spurenkomponenten, die die Verfügbarkeit von Containern und Schiffen beeinträchtigen. Regierungen haben die teilweise Schließung ihrer internationalen Häfen angeordnet und damit die Lieferkette für Tierfutter weiter gestört.
Die Schließung von Restaurants in vielen Regionen hat die Tierfutterindustrie schwer getroffen. Angesichts des COVID-19-Ausbruchs und der damit einhergehenden drastischen Veränderung des Konsumverhaltens sind die Hersteller gezwungen, ihre Strategien und Maßnahmen zu überdenken. Besonders betroffen sind die Geflügelproduktion und die Aquakultur. Dies wird das Wachstum des Federmehlmarktes für ein bis zwei Jahre beeinträchtigen. Es wird erwartet, dass die Nachfrage zunächst für ein bis zwei Jahre sinkt und sich dann in den nächsten Jahren stabilisiert.


Veröffentlichungsdatum: 25. September 2020
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